Teil 1 – von Projektarbeit konkret – findest Du hier.
Das Format der Ergebnisse
Wenn Du als Projektleiter die Ergebnisse einsammelst und aufbereitest geht es auch um die Frage des Formats. Einerseits geht es um eine sehenswerte, visuelle Präsentation – andererseits um die Wiederverwendbarkeit (auch im Sinne der Weiterbearbeitung) des Materials. Das Programm LERNWEG legt auf beides großen Wert und liefert dafür die notwendigen Funktionen und das modulare Konzept.
Du sammelst und speicherst Du die Beiträge, die Ergebnisse in LERNWEG in Form von Einträgen. Die Einträge sind im wesentlichen kleine Bausteine: Texte mit einer Überschrift, vielleicht einigen Absätzen, ggf. Quellangaben und visuellem Material. Diese Bausteine – man könnte auch von Modulen sprechen – sind für die Präsentation und auch später für andere Zwecke kombinierbar. In LERNWEG kannst Du sie als PDFs ausgeben, im Zeitstrahl anordnen, per Gastzugang als Webansicht präsentieren, als Blogbeiträge senden oder Anderen zum Importieren vorbereiten.
Die Projektpräsentationsvorbereitung
Wenn Du für das Projekt keinen eigenen LERNWEG anlegst, dann kannst Du in Deinem LERNWEG die Filter-Ansicht so einstellen, dass sie nur die Projektdaten zeigt. Das ist auch für die Tabellenansicht in LERNWEG gut, weil sie nun sehr übersichtlich quasi das Inhaltsverzeichnis des Projektes anzeigt.
Vielleicht möchtest Du das Projekt auch komplett ausgedruckt durchgehen. Nutze dafür die Folienfunktion: PDF erstellen. Jetzt erstellt das Programm automatisch ein PDF mit allen Projektbeiträgen, die Du der Folie zugeordnet hast. Egal, ob es sich um 10seitiges oder 138seitiges PDF-Dokument handelt. Der Vorgang dauert wahrscheinlich nicht länger als 20 Sekunden.
So ein PDF ist auch als Unterlage zum Aushändigen an die Seminarteilnehmer schnell erstellt. Vor allem – wenn sich mal Daten ändern – entfallen die aufwendigen Neuformatierungen, – Du brauchst ja nur auf den Button PDF erstellen zu klicken.
Die Projektpräsentation
Die einzelnen Seiten können sich sehen lassen. Das Programm LERNWEG sorgt für eine aufgeräumte, übersichtliche Darstellung der Inhalte. Die Fähigkeit verschiedene Datei(formate) zu integrieren erlaubt auch das Abspielen von Tondokumenten und den Aufruf von Videos. Der Zeitstrahl ist ein Highlight der Präsentation. Er visualisiert die historischen Zusammenhänge der einzelnen Inhalte, auf Wunsch auch mit Bildern.
Es ist ein großer sozialer Fortschritt darauf zu achten, dass die Präsentation, barrierefrei vorgeführt wird bzw. abrufbar ist (inzwischen wird konsequenterweise von “barrierearm” gesprochen). LERNWEG wurde barrierefrei bzw. barrierearm programmiert. So sorgst Du, wenn Du LERNWEG als Präsentationsprogramm wählst, für eine faire Präsentation. Bedenke hierbei, dass die Zielgruppe Deiner bzw. eurer Präsentation möglicherweise viel größer ist, als die Seminargruppe, der ihr das Projekt vorstellt. Evtl. wird das Projekt auch von deutlich älteren Menschen, oder von Anderssprachigen in anderen Ländern interessiert wahrgenommen.
Das meine ich mit auch damit, wenn ich von Nachhaltigkeit und der Zukunft des Projektes (siehe weiter unten) spreche.
(Noch eine Anmerkung zur Barrierefreiheit: Vielleicht macht ihr euch auch das Vergnügen und sprecht die Beiträge eures Projektes auf Mikro und speichert die MP3-Dateien mit den Beiträgen ab. So was hat u.a. zur Folge, dass euer Projekt für fremdsprachigen Unterricht oder fremdsprachige Seminare interessant wird.)
Es gibt noch einen weiteren Aspekt: den freien Zugang zur Information bzw. zum Projekt (wenn Du bzw. ihr das Projekt veröffentlicht). Mit LERNWEG wählt ihr eine Oberfläche, die jeder nutzen kann, der das Gastpasswort hat und eine Browser benutzen kann. Es ist nicht nötig, dass irgendjemand sich dafür ein teueres Programm kaufen muss – oder an Eurer Uni oder Hochschule eingeschrieben sein muss (um Zugang zur universitätseigenen oder hochschuleigenen Lernplattform zu haben). Auch das heißt: Barrierefreiheit!
Die Projektdokumentation
Zur Projektdokumentation gehören die Hintergrundinformationen, z.B. wer sich an dem Projekt mit welchen Beiträgen beteiligt hat, in welchen Zeiträumen gearbeitet wurde und vielleicht auch einige Informationen zur Methodik. LERNWEG selber bietet mit dem Zeitstrahl nach Bearbeitungsdatum eine übersichtliche Zeitleiste zur Vergegenwärtigung des Arbeitsprozesses und dem Projektablauf. Die Möglichkeit, aus LERNWEG heraus, jederzeit Blogbeiträge aus den Inhalten des Projektes zu erzeugen, kann für das eine oder andere Projekt auch eine geeignete Form der Dokumentation sein.
Die Projektveröffentlichung
Wenn ihr mit LERNWEG das Projekt als Web veröffentlicht und den Leuten über ein Passwort den Gastzugang ermöglicht, seid ihr im Internet sichtbar. Und das wird – das hoffen dann alle Beiteiligten – viel Resonanz erzeugen, möglicherweise sogar Wellen schlagen, zitiert, kommentiert, diskutiert …
Hier möchte ich Dich nochmal auf den Blog als Möglichkeit zur Kommunikation hinweisen. Ein Blog eignet sich hervorragend, um auf das eigene Projekt national oder auch international aufmerksam zu machen – und den Diskurs zu moderieren. Das muss nicht die Rolle der Projektleitung sein, sondern kann auch von einem Teilnehmer des Projektes übernommen werden. LERNWEG ermöglicht die automatische Veröffentlichung in einem frei wählbaren WordPress Blog.
Das Feedback
Ob während der Veranstaltung oder des Seminars oder einfach später: Das Feedback gibt Aufschluss darüber, wie die Arbeit verstanden wurde. Ob das, was kommuniziert werden sollte, auch “rüber gekommen” ist. Wie haben es die Interessierten aufgenommen, was denken sie, was kommentieren sie, was kritisieren sie. Diese Phase ist wirklich sehr spannend und sollte als Bestandteil des Projektes integriert werden.
Und nun ist es wieder ein Vorteil, dass die Projektinformationen in modularer Weise vorliegen, als Bausteine (s.o. Projektpräsentationsvorbereitung) – denn nun kannst Du bzw. ihr eurer Projekt um das Feedback erweitern, indem ihr die Feedbackbeiträge aufnehmt und damit dokumentiert und mit Einverständnis der Feedbackgeber auch wieder veröffentlicht. Es macht bestimmt auch den einen oder anderen Projektteilnehmer stolz, wenn hierbei auch fremdsprachige Feedbacks zitiert und diskutiert werden. A propros, Eure Uni oder Hochschule hat sicherlich eine oder mehrere Partneruniversitäten oder Partnerhochschulen im eigenen Lande oder in anderen Ländern. Seid aktiv und informiert diese über euer Projekt. Vielleicht wächst das Projekt zu einem internationalen Projekt.
Die mögliche Zukunft des Projektes
Die Wahl der geeigneten Projektsoftware, der Projektoberfläche, der geeigneten Präsentationsform; eine Entscheidung für die Barrierefreiheit, eine Entscheidung für einen mehrsprachigen Zugang, eine öffentliche Begleitung durch einen Blog; eine Intergration des Feedbacks – zu all diesen Punkten hast Du weiter oben hoffentlich nützliche Hinweise und Tipps gefunden – entscheiden mit über die Zukunft Deines bzw. eures Projektes. Und wenn Du Dir jetzt diese ganzen Aspekte vergegenwärtigt hast, dann blickst Du möglicherweise mit Aufregung auf die nächste Gelegenheit, ein Projekt durchzuführen und zum Erfolg zu bringen. Vielleicht auch: ein schon durchgeführtes Projekt in LERNWEG einzupflegen und barrierefrei bzw. barrierearm zu veröffentlichen.