Artikel-Schlagworte: „Eigenverantwortung“

Beginn des Studiums und Einführungsveranstaltung

Montag, 19. April 2010

Die Informationsflut

Aufgeregt? Das Studium beginnt? Stift, Notizbuch oder Computer dabei?

Klar. Jetzt geht es los. Mach Dich auf eine “Informationsdusche” gefasst:

100te neuer Gesichter, unbekannte Gebäude, Orientierungsschwierigkeiten in den Fluren (‘jetzt ein Navigationssystem für die Uni, das wär’s’) – und jede Menge schwarzer Bretter. ‘Na egal, den Raum der Einführungsveranstaltung werde ich schon finden. Ich kann ja fragen … Da ist es … Ich kann mich kaum entscheiden, was mich mehr interessiert: die Professoren oder meine Kommilitonen … na ja gut, erstmal ankommen.’

Informationen, Informationen …

Nun 1: Es sind nicht nur viele Informationen, sondern auch Infos unterschiedlicher Art: Gesprochenes, Geschriebenes (Aushänge), Infoblätter, Fotokopien, Bücher, Broschüren, Webseitenlinks, CDs und dann oft noch die Lernplattform der Hochschule oder der Uni.

Und 2: Jetzt am Anfang habe ich noch keine Struktur, in die ich die Infos sinnvoll einsortieren kann. Wie auch, denn ich habe ja noch keinen Überblick, was alles noch kommt, was wichtig ist, unwichtig …

Und die Lernplattform der Hochschule / Uni?

Auf der Lernplattform gibt es weitere wichtige Infos. Oft hinterlegen die Professoren dort Dateien und Infos. Dort habe ich dann Zugang.

Wie verhalte ich mich in der Situation am besten?

Effektive Selbst-Organisation

Da bleibt nur eine effektive Selbstorganisation des Lernens.

Gerade in der Anfangsphase des Studium ist notwendig selber ein bisschen System reinzubringen. Das ist auch einfacher als man zunächst denken würde.

Hier geht es darum,

  • den “Materialmix” geschickt aufzufangen
  • Strukturen zu schaffen, die sich leicht anpassen lassen (gerade, weil ich jetzt noch nicht den Überblick habe)
  • eine Arbeitsform zu finden, die für meine Aufgaben als Student / Studentin praktisch und effizient ist

Jetzt, wo ich studiere, heißt es “viel Aufnehmen”, “viel Lernen”, “viel Verstehen”, “viel Kommunizieren”, “viel Präsentieren” und “viel Spass” haben.

Zeit sparen und gewinnen

Du kannst Zeit sparen beim

  • aufnehmen (und recherchieren) von Informationen, in dem Du die Info einmalig am richtigen Ort ablegst, wo Du sie leicht aktualisieren kannst – und wo Du sie jederzeit wiederfindest
  • lernen, indem Du das Zaubermittel Wiederholung zeitsparend einsetzt
  • verstehen, indem Du die neuen Informationen in Dein bisheriges Wissen integrierst (das ist besonders spannend und dazu sage ich nachher noch mehr)
  • kommunizieren, indem Du auf die vielen kommenden Fragen optimal vorbereitet bist (schick mir mal, haste mal, kannste mal, wir müssen unbedingt …)
  • präsentieren, indem Du Deine Infos so ablegst, dass Du jederzeit und sofort präsentieren kannst.

Fürs Spass haben ist dann viel Zeit gewonnen.

Langfristig planen

Das hängt eng mit “Zeit sparen und gewinnen” zusammen – ist aber doch einen eigenen Absatz wert. Ich möchte zwei Dinge ansprechen:

  • den Erhalt Deiner Daten
  • der ziemlich sicher kommende Auslandsaufenthalt

Also der erste Hinweis hängt mit der wahrscheinlich eingesetzten Lernplattform Deiner Hochschule / Uni zusammen: Diese Plattform steht Dir als Nutzer / Nutzerin zur Verfügung, aber sie gehört Dir nicht! Du bist dort “Gast”, – “Gast” so lange Du an dieser Hochschule / Uni bist. Alles was Du dort findest, was Dir zur Verfügung gestellt wird (Lernmethodik, Informationen, Kommunikationsforen, Informations- und  Wissensmanagement), ist eines Tages weg (vielleicht auch schon früher, denn verantwortlich für diese Lernplattformen sind andere). Und Du darfst anderen keinen Zutritt zur Lernplattform geben.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch Deinen sicherlich kommenden Auslandsaufenthalt ansprechen. Kannst Du von dort auf die Lernplattform zugreifen?; wird mit der gleichen oder einer anderen gearbeitet?; wird die andere neue Sprache unterstützt? …

Und schließlich: es geht das geflügelte Wort vom “lebenslangen Lernen” um. Auch wenn Du gerade mittendrin bist … es wird danach weitergehen. Daher Vorsicht vor institutionellen und/oder sprachlichen Insellösungen.

Fazit: Auch hier gilt das Prinzip: Selbstverantwortung der Lernorganisation!

Als Lernende oder Lernender stehst Du im Mittelpunkt Deines Interesses.

Wie kann ich die Überlegungen jetzt praktisch umsetzen?

Meine eigene Lernumgebung kreieren

Es gibt noch viele Aspekte der “Selbstorganisation des Lernens” zu besprechen. Argumente für die Lernumgebung LERNWEG findest Du hier.

Für die, die schon mal ein Gefühl dafür kriegen wollen, ob das für sie die richtige Lösung ist, legen wir einfach mal los. Was brauchst Du?

  1. einen Internetzugang
  2. eine Emailadresse

Gehe auf www.lernweg.de und registriere Dich. Es gibt erstmal ein paar freie Einträge.

Du erhälst nach der Registrierung eine E-Mail und kannst Dich anmelden.

Welche Rolle spielen die Lernenden in der Bildungsdiskussion?

Freitag, 16. April 2010

Das Thema Bildung hat in den letzten Jahren in Deutschland relativ viel Aufmerksamkeit erhalten. Die Schlagworte waren und sind: PISA-Studie, Verkürzung der Schulausbildung, die Neuordnung der Studienabschlüsse: Bachelor, Master; Heutzutage gibt es für die Studenten die Leistungspunkte, den Workload, die Modularisierung.

Die Ursachen für das große Ausmaß an Bewegung in der Bildungspolitik ist das Bestreben der EU zu “europaweit vergleichbaren Abschlüssen” zu kommen, und im Hochschulbereich die Qualitätssicherung zu verbessern und eine Steigerung der Mobilität zu erreichen: Das Stichwort hier heißt: “Bologna-Prozess”.

Der grundsätzliche Ansatz der Modularisierung – also die Einteilung in Lehreinheiten und Lerneinheiten – macht Optimierungsstrategien möglich.

Im Zuge dieser Optimierungen steigt die Zahl der Bildungseinrichtungen, die sich mit IT-Werkzeugen beschäftigen und diese einsetzen (u.a. Lernplattformen). Es entstanden und entstehen eine große Anzahl von verschiedenen lokalen Lösungen.

Erleichtern diese Lernplattformen dem Lernenden das Lernen. Unterstützen sie ihn in seinem Wissensaufbau, seiner Lernorganisation und seinem Informationsbedarf?

Wenn ich mir die bekannten Lernplattfomen ansehe, dann sind diese in erster Linie ein Instrument für Bildungseinrichtungen um

  • die Verwaltung zu vereinfachen
  • einen Dateiserver bereitzustellen
  • Lehre zu dokumentieren
  • die Aktivitäten der Lernenden zu protokollieren

Abgesehen von der komplizierten Einrichtung einer Lernplattform ist die Akzeptanz unter Lehrenden und Lernenden ein schwieriges Thema.

Wo ist der Nutzen für die Lernenden?

Perspektivwechsel: Lernende im Zentrum

Der oder die Lernende ist meines Erachtens nach die Schlüsselfigur in der Bildungsdiskussion. Von ihm und von ihr aus lassen sich Kriterien für eine hilfreiche Lernumgebung aufstellen – denn letztlich geht es darum, das dieser bzw. diese eine effiziente, gegenwartsbezogene und zukunfsfähige Ausbildung erhält.

Eine optimale Lernumgebung ermöglicht den Lernenden

  • Zugriff auf ihr Wissen
  • Kompatibilität ihrer Arbeitsergebnisse (EU weit)
  • Zugriff auf Information (EU-weit)
  • eine Unterstützung durch “intelligente” Automatismen der Lernumgebung, die das Lernen unterstützen
  • effiziente Arbeitsinstrumente, die helfen, die Anforderungen im Lernalltag schnell und sicher zu erledigen.

Und diese Lernumgebung steht den Lernenden dauerhaft -  ein Leben lang zur Verfügung (Stichwort: Lebenslanges Lernen).