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Ist LERNWEG ein Personal Learning Environment?

Mittwoch, 5. Mai 2010

Die Antwort zunächst ganz kurz: Ja.

Wenn man die Kriterien – die Wikipedia unter dem Begriff Personal Learning Environment (PLE) http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Learning_Environment auflistet – heranzieht, dann ermöglicht eine PLE (nach Graham Attwell et al.) vor allem:

  1. Informationssuche
  2. Sammeln und Strukturieren
  3. Bearbeiten
  4. Analyse
  5. Reflexion
  6. Präsentieren
  7. Repräsentieren
  8. Teilen
  9. Networking

zu 1: LERNWEG als Online-Anwendung ermöglicht Dir den Zugriff auf die Informationen, die Du selbst bisher eingegeben hast oder die Du importiert hast. Es ermöglicht Dir die Suche in Deinem eigenen Wissen. Darüber hinaus gleicht LERNWEG die Informationen der Lerninhalte mit den zur Verfügung stehenden Veranstaltungsinformationen ab und mit den im System vorhandenen Einträgen über Dissertationen. Die Speicherung von Daten mit Quelle sieht vor, dass Dir der Zugang zu Hintergrundinformationen stets präsent bleibt.

zu 2: Du kannst selbst Wissensgebiete anlegen und bearbeiten. Und Du kannst multimediale Inhalte aus verschiedensten Quellen speichern, kommentieren, verlinken und mit Lernfragen versehen (als Text, Bild, Ton und Dokument). Sammeln und Strukturieren ist ein Wesensmerkmal von LERNWEG.

zu 3: Jeder Eintrag, den Du in LERNWEG anlegst und / oder speicherst kannst Du mit Deiner eigenen Interpretation kommentieren. Und Du kannst alle Informationen frei ändern. Jederzeit.

zu 4: Normalerweise sind alle Einträge nur für Dich sichtbar. Aber Du hast die Möglichkeit bestimmte Informationen in Deinem LERNWEG öffentlich sichtbar zu machen, indem Du einen Gastzugang ermöglichst (oder diese Infos einem Anderen zum Importieren bereitzustellen). Du kannst die Infos auch per automatischer PDF-Erstellungsfunktion als PDF speichern und versenden. Und Du kannst bestimmte Infos auch per Klick in Deinem Blog veröffentlichen. So kannst Du gemeinsam mit Anderen über die bereitgestellten Infos diskutieren.

zu 5: Die Möglichkeit der Reflexion unterstützt LERNWEG durch das Extrafeld “Interpretation” in jedem Eintrag. Daneben fördern die bereits unter Punkt 4 genannten Veröffentlichungsmöglichkeiten die gemeinsame Reflexion, das Feedback von Anderen.

zu 6: In den beiden vorangegangenen Punkten habe ich ja schon die vielfältigen Präsentationsmöglichkeiten aufgezählt. Hier könnte ich noch auf den Zeitstrahl hinweisen, der die Informationen – sofern diese über ein Datum verfügen – automatisch im zeitlichen bzw. historischen Kontext sortiert anzeigt.

zu 7: Repräsentieren. LERNWEG bietet neben den vorangegangenen Möglichkeiten auch die, einen eigenen LERNWEG zu einem Thema zu veröffentlichen. So, wie andere ein Buch veröffentlichen, kannst Du einen LERNWEG veröffentlichen. Das ist gerade auch für Projektgruppen interessant. Ganz wichtig finde ich zu betonen, dass es beim Thema Präsentieren wichtig ist, ein Format zu haben, dass alle lesen können. Darauf wurde bei LERNWEG geachtet. Mit LERNWEG können PC- und MAC-User arbeiten. Und LERNWEG wurde auf Barrierefreiheit hin programmiert.

zu 8: LERNWEG ermöglicht durch die Export- und Importfunktion, den Gastzugang und die verschiedenen Veröffentlichungsformen das Teilen von Informationen und den gemeinsamen Zugriff.

zu 9: Networking ist durch die Veröffentlichungsformate von LERNWEG möglich (insbesondere der Blog und der Gastzugang sind zu erwähnen). Dabei wurde darauf geachtet, dass Du Deine Privatsphäre jederzeit schützen kannst und Du ebenso die Ruhe zum Arbeiten findest.

Aber es geht weiter:

Punkt 10: LERNWEG unterstützt das Lernen von Informationen durch die eingebaute Lernkartei. Das heißt, ich entscheide, ob ich etwas durch Wiederholen lernen möchte. Dabei unterstützt Dich die im Programm eingebaute Systematik (geringstmögliche Anzahl von Wiederholungen, um sich eine Information im Langzeitgedächtnis zu speichern)

Punkt 11: Die automatische Kontextualisierung im Zeitstrahl hilft Dir “isoliertes” Spezialwissen wieder im Kontext der Vergangenheit oder Gegenwart wissensgebietübergreifend einzuordnen.

Punkt 12: Die Mehrsprachigkeit ermöglicht Dir das Wahrnehmen, Aufnehmen, Verarbeiten und Weitergeben von Infos in verschiedenen Sprachen. Und damit unterstützt LERNWEG als Personal Learning Environment Dein Studium im Ausland und die Zusammenarbeit mit Menschen, die eine andere Sprache sprechen.

Punkt 13: Der generationsübergreifende Ansatz von LERNWEG sorgt dafür, dass Kinder, Jugendliche, Studenten, Lehrer, Professoren, Eltern, Arbeitnehmer und Senioren gleichermaßen damit arbeiten können und sich leicht zurecht finden, weil die Bedienung einfach ist. So ist es leicht möglich, den eigenen Kindern und den eigenen Eltern Informationen leicht zugänglich zu machen.

Punkt 14: Die automatische Anzeige von Veranstaltungen, die zu den eigenen Lerninhalten passen unterstützt Dich, auf dem Laufenden – und in der Realität zu bleiben.

Also – alles in Allem: LERNWEG ist ein Personal Learning Environment und bringt einige nützliche Hilfsmittel mit um lebenslanges Lernen zu vereinfachen.

Lerninhalte im Zeitstrahl ansehen

Dienstag, 27. April 2010

Das Video zeigt die Zeitstrahl Ansicht in LERNWEG. Alle Einträge die Du bisher gemacht hast werden zeitlich in einer Timeline angeordnet. Du kannst Dir aussuchen, aus welchen Wissensgebieten die Einträge dargestellt werden sollen.

Diese Ansicht unterstützt das Verständnis von Zusammenhängen zwischen Themen, Ereignissen und Personen – weil es fächerübergreifend die Einträge in ihrem zeitlichen Kontext darstellt.

Zeitstrahl LERNWEG

LERNWEG Video: Zeitstrahl / Timeline

Beginn des Studiums und Einführungsveranstaltung

Montag, 19. April 2010

Die Informationsflut

Aufgeregt? Das Studium beginnt? Stift, Notizbuch oder Computer dabei?

Klar. Jetzt geht es los. Mach Dich auf eine “Informationsdusche” gefasst:

100te neuer Gesichter, unbekannte Gebäude, Orientierungsschwierigkeiten in den Fluren (‘jetzt ein Navigationssystem für die Uni, das wär’s’) – und jede Menge schwarzer Bretter. ‘Na egal, den Raum der Einführungsveranstaltung werde ich schon finden. Ich kann ja fragen … Da ist es … Ich kann mich kaum entscheiden, was mich mehr interessiert: die Professoren oder meine Kommilitonen … na ja gut, erstmal ankommen.’

Informationen, Informationen …

Nun 1: Es sind nicht nur viele Informationen, sondern auch Infos unterschiedlicher Art: Gesprochenes, Geschriebenes (Aushänge), Infoblätter, Fotokopien, Bücher, Broschüren, Webseitenlinks, CDs und dann oft noch die Lernplattform der Hochschule oder der Uni.

Und 2: Jetzt am Anfang habe ich noch keine Struktur, in die ich die Infos sinnvoll einsortieren kann. Wie auch, denn ich habe ja noch keinen Überblick, was alles noch kommt, was wichtig ist, unwichtig …

Und die Lernplattform der Hochschule / Uni?

Auf der Lernplattform gibt es weitere wichtige Infos. Oft hinterlegen die Professoren dort Dateien und Infos. Dort habe ich dann Zugang.

Wie verhalte ich mich in der Situation am besten?

Effektive Selbst-Organisation

Da bleibt nur eine effektive Selbstorganisation des Lernens.

Gerade in der Anfangsphase des Studium ist notwendig selber ein bisschen System reinzubringen. Das ist auch einfacher als man zunächst denken würde.

Hier geht es darum,

  • den “Materialmix” geschickt aufzufangen
  • Strukturen zu schaffen, die sich leicht anpassen lassen (gerade, weil ich jetzt noch nicht den Überblick habe)
  • eine Arbeitsform zu finden, die für meine Aufgaben als Student / Studentin praktisch und effizient ist

Jetzt, wo ich studiere, heißt es “viel Aufnehmen”, “viel Lernen”, “viel Verstehen”, “viel Kommunizieren”, “viel Präsentieren” und “viel Spass” haben.

Zeit sparen und gewinnen

Du kannst Zeit sparen beim

  • aufnehmen (und recherchieren) von Informationen, in dem Du die Info einmalig am richtigen Ort ablegst, wo Du sie leicht aktualisieren kannst – und wo Du sie jederzeit wiederfindest
  • lernen, indem Du das Zaubermittel Wiederholung zeitsparend einsetzt
  • verstehen, indem Du die neuen Informationen in Dein bisheriges Wissen integrierst (das ist besonders spannend und dazu sage ich nachher noch mehr)
  • kommunizieren, indem Du auf die vielen kommenden Fragen optimal vorbereitet bist (schick mir mal, haste mal, kannste mal, wir müssen unbedingt …)
  • präsentieren, indem Du Deine Infos so ablegst, dass Du jederzeit und sofort präsentieren kannst.

Fürs Spass haben ist dann viel Zeit gewonnen.

Langfristig planen

Das hängt eng mit “Zeit sparen und gewinnen” zusammen – ist aber doch einen eigenen Absatz wert. Ich möchte zwei Dinge ansprechen:

  • den Erhalt Deiner Daten
  • der ziemlich sicher kommende Auslandsaufenthalt

Also der erste Hinweis hängt mit der wahrscheinlich eingesetzten Lernplattform Deiner Hochschule / Uni zusammen: Diese Plattform steht Dir als Nutzer / Nutzerin zur Verfügung, aber sie gehört Dir nicht! Du bist dort “Gast”, – “Gast” so lange Du an dieser Hochschule / Uni bist. Alles was Du dort findest, was Dir zur Verfügung gestellt wird (Lernmethodik, Informationen, Kommunikationsforen, Informations- und  Wissensmanagement), ist eines Tages weg (vielleicht auch schon früher, denn verantwortlich für diese Lernplattformen sind andere). Und Du darfst anderen keinen Zutritt zur Lernplattform geben.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch Deinen sicherlich kommenden Auslandsaufenthalt ansprechen. Kannst Du von dort auf die Lernplattform zugreifen?; wird mit der gleichen oder einer anderen gearbeitet?; wird die andere neue Sprache unterstützt? …

Und schließlich: es geht das geflügelte Wort vom “lebenslangen Lernen” um. Auch wenn Du gerade mittendrin bist … es wird danach weitergehen. Daher Vorsicht vor institutionellen und/oder sprachlichen Insellösungen.

Fazit: Auch hier gilt das Prinzip: Selbstverantwortung der Lernorganisation!

Als Lernende oder Lernender stehst Du im Mittelpunkt Deines Interesses.

Wie kann ich die Überlegungen jetzt praktisch umsetzen?

Meine eigene Lernumgebung kreieren

Es gibt noch viele Aspekte der “Selbstorganisation des Lernens” zu besprechen. Argumente für die Lernumgebung LERNWEG findest Du hier.

Für die, die schon mal ein Gefühl dafür kriegen wollen, ob das für sie die richtige Lösung ist, legen wir einfach mal los. Was brauchst Du?

  1. einen Internetzugang
  2. eine Emailadresse

Gehe auf www.lernweg.de und registriere Dich. Es gibt erstmal ein paar freie Einträge.

Du erhälst nach der Registrierung eine E-Mail und kannst Dich anmelden.