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In 10 Schritten zur eigenen Persönlichen Lernumgebung

Donnerstag, 22. September 2011

Thomas ist Franzose und lebt in der Nähe von Paris. Er ist 20 Jahre alt und kommt nach Berlin um ein 6monatiges Orientierungspraktikum zu machen. Das ist für französische Verhältnisse eher ungewöhnlich, weil sich die Schulabgänger in der Regel direkt für ein anschließendes Studium oder eine Ausbildung einschreiben. „Man“ verliert keine Zeit.

Der Berlin-Aufenthalt ist für Thomas ideal, weil er sein Deutsch verbessern kann. Praktikumsinhalt: „Die persönliche Lernumgebung“, das eigene Personal Learning Environment (PLE).

Das Konzept einer (digitalen) persönlichen Lernumgebung ist ihm bis dato unbekannt und so betritt er Neuland.

Was gehört alles rein in die eigene PLE? Welche Anforderungen muss sie erfüllen.
Natürlich ist es schon fast ein automatischer Reflex sich an den Computer zu setzen und erst mal zu recherchieren … – Schwupp, ein halber Tag ist weg, unglaublich viel gefunden, viele interessante Links, jede Menge gelesen, …

Auf die Frage, ob er gefunden habe, was er suchte, kommt ein zögerliches: „Na ja, also ich habe gelesen, dass … und eigentlich denke ich, dass …“

In dem nachfolgenden Gespräch wurde klar, das die Strategie „los zu surfen“, Wikipedia zu besuchen und anschließend von Webseite zu Webseite zu springen, Links zu speichern … in der Regel kein zufriedenstellendes und nachvollziehbares Ergebnis bringt.

Nun folgt der Plan:
1) Ziel formulieren
2) Eigene Gedanken festhalten
3) Quellen suchen und beurteilen
4) Informationen aufnehmen, speichern, kommentieren
5) Informationen zusammentragen
etc.

Doch leichter gesagt als getan. Denn auch diese vermeintlich einfachen Schritte setzen voraus, dass man die Methoden und Techniken verinnerlicht hat: Z.B. wie man ein Ziel formuliert? Wie man effektiv im Internet recherchiert? Wie man die Informationsquellen beurteilt? Wie man die Quellen zitiert? Wie man  bibliografiert? Wie man seine Arbeitsergebnisse dokumentiert? …

So, nun sind wir angekommen in der Praxis. Die Reflektion der eigenen Lernmethoden, Lernstrategien und der Lernorganisation erfolgt nun mit dem Ziel, sich eine eigene, praktische und nützliche Lernumgebung einzurichten.

Die entstandene persönliche Lernumgebung hat exemplarischen Charakter und beinhaltet methodische Hilfen zu den Themen:

Wie lerne ich effektiv?

Wie lehre ich effektiv?

Wie formuliert man Ziele?

Wie geht Zeitmanagement?

Wie geht Brainstorming?

Wie gehe ich mit Materialmix um?

Wie bibliografiere ich?

Wie recherchiere ich effektiv?

Wie präsentiere ich?

Wie geht Projektarbeit?

Wie erstelle ich ein Protokoll?

Wie erstelle ich einen Praktikumsbericht?

Wie lerne ich Sprachen?

Wie erstelle ich mein Lerntagebuch?

Wie erstelle ich mein e-Portofolio?

Wie organisiere ich mein Wissen so, dass ich es wiederfinde?

Da das Thema “Persönliche Lernumgebung” nicht nur Schüler und Studenten betrifft, befinden sich im Buch auch 5 Kurzanleitungen: Sie heißen jeweils: “In 10 Schritten zur eigenen persönlichen Lernumgebung für Schüler, … für Studenten, … für Eltern, … für Lehrende und … für Senioren”.

L'Environnement d'Apprentissage Personnel

Das Buch ist in französischer Sprache erschienen:

Detlev Roth, Thomas Werkmeister: L’Environnement d’Apprentissage Personnel. Une nouvelle façon d’organiser son savoir. Books on Demand, Paris. 2011. ISBN: 978-2-8106-1195-9 (amazon)

Lebenslanges Lernen, PLE, Frankreich und Deutschland?

Mittwoch, 21. September 2011

Wir suchten die französische Übersetzung für „Lebenslanges Lernen“ bzw. „Lifelong Learning“, weil wir recherchieren wollten, welche Initiativen die Franzosen auf diesem Gebiet durchführen.
Anscheinend existiert dieser Begriff bzw. diese Idee in Frankreich nicht.

Etwas besser ist die Lage bei der “Persönlichen Lernumgebung” bzw. dem “Personal Learning Environment”. Der Begriff wurde übersetzt mit „L’Environnement d’Apprentissage Personnel“. Hier scheint die Diskussion noch sehr in den Kinderschuhen zu stecken.

Die Auseinandersetzung mit diesen beiden Themen – Lebenslanges Lernen und Persönliche Lernumgebung – sollte mit der Frage beginnen, wer die Verantwortung für die Realisierung der beiden Konzepte übernimmt. Für den Lernenden läuft es letztlich auf die Frage hinaus: Ist meine Rolle dabei passiv oder aktiv?

Wenn ich mich als Lernende/r in der passiven Rolle sehe, dann denke ich, dass der Staat und die Institutionen mich versorgen müssen. Also versorgen mit Weiterbildungsangeboten, Programmen, Projekten, Lernumgebungen und natürlich: Lehrern, Dozenten und Professoren (und später den richtigen Jobs). Ich lasse mich füttern ;-) und gebe die Verantwortung ab „nach oben“.

Wenn ich mich in der aktiven Rolle sehe, dann überlege ich mir, wie ich meine Bildung organisieren kann. Dann tauchen die Fragen auf: Wie lerne ich am besten? Wie organisiere ich mein Wissen so, dass ich es stets verfügbar habe? Was kann ich tun, damit ich meine Anstrengungen, Kompetenzen und Wissen so dokumentiere, dass es mir bei meiner Karriere hilft? Wie überwinde ich institutionelle, fachliche, geographische, sprachliche Barrieren? Wie erstelle ich mir ein internationales e-Portfolio, dass kontinuierlich meine Aktivitäten abbildet?

Von den Franzosen wird gesagt, dass sie sich in Bildungsfragen den Autoritäten einfach unterordnen. D.h. der Lehrer hat immer recht, der Dozent hat immer recht und der Professor auch.
Anscheinend wird diese Rollenaufteilung zwischen Lernenden und Lehrenden nur wenig hinterfragt. (Sollte ich hier fälschlicherweise ein Vorurteil äußern, bitte ich den oder die Leser/in, mir dies mitzuteilen).

So eine Sicht ist für die „kritischen“ Deutschen, wie sie sich selbstbewusst bezeichnen, undenkbar. „Der Lehrer hat immer Recht?“ – Das wird eher automatisch als Witz verstanden. Meines Erachtens ist die kritische Haltung der Deutschen eine Folge der Erziehung nach dem Kriege. Das Ziel in der (auch politischen) Bildung des Bürgers: Kritikfähigkeit – Hinterfrage Autoritäten – Bilde Dir Deine eigene Meinung – und für das Training ist die Schule, die Ausbildung und Universität ein idealer Ort.

Beide Positionen des Lernenden, ob „folgsam“ oder „kritisch“, stellen den Rahmen, in dem die Bildung stattfindet nicht in Frage. Sie gehen beide davon aus, dass die Verantwortung für den eigenen Bildungserfolg bei den Institutionen und den Lehrenden liegt. Damit bleibt die Rolle des Lernenden letztlich immer noch passiv.

Ich denke, der Weg der französischen und der deutschen Lernenden (gleich welchen Alters), hin zu einer persönlich aktiven Rolle hinsichtlich der Organisation des Lebenslangen Lernens und einer funktionsfähigen Persönlichen Lernumgebung ist gleich weit.

An die Arbeit ;-)

Der Student als Motor der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit

Dienstag, 1. Juni 2010

Vor der “hochschulübergreifenden Zusammenarbeit” kommt die “hochschulübergreifende Information”.

Ein brisantes Thema?

In der Regel gehört es zum Konzept der hochschuleigenen Lernplattform, den Zugang zur Information den eingeschriebenen Studenten vorzubehalten. Der Lernende ist Gast. Lehrende ebenso.

Die neu entwickelte persönliche Lernplattform – LERNWEG – ermöglicht dem Studenten, sein Lernen, seine Lerninhalte selbst zu organisieren.

Er entscheidet, welche Informationen teil seiner Lernumgebung, seines Lernsystems werden. Und er entscheidet, welche Informationen er wem zugänglich macht.

Er bildet schon frühzeitig ein Netzwerk von Lernenden, die genauso selbständig wie er, Informationen sammeln, verknüpfen und bereitstellen.

Beziehungen zwischen Studenten, die an unterschiedlichen Hochschulen und Universitäten im eigenen Lande oder im “Ausland” studieren, lenken seine Aufmerksamkeit so auch auf andere Lehrende und Forschende.

Die mehrsprachige persönliche Lernplattform LERNWEG fördert die Selbständigkeit der Studenten. Sie ist gleichzeitig eine Lehrplattform und so auch geeignet für Dozenten und Professoren, die über die Grenzen der eigenen Hochschule initiativ werden wollen.

In diesem Sinne stellt die persönliche Lernumgebung LERNWEG eine barrierefreie Lösung – auch für die hochschulübergreifende Zusammenarbeit – dar.

Mit diesem neuen Typus der persönlichen Lernumgebung kommt die Frage auf, in wie fern es ein Problem für die Hochschulen darstellt, wenn Studenten unterschiedlicher Hochschulen untereinander sich gegenseitig über ihre Lerninhalte informieren  bzw. diese zur Verfügung stellen?

Das Wissen der Welt ist verfügbar, mein eigenes Wissen leider nicht. Was tun?

Mittwoch, 26. Mai 2010

Online-Enzyklopädien liefern mir in Sekundenschnelle Antworten auf meine Fragen.  Wenn ich aber wissen möchte, was ich vor 2 Monaten gelesen habe, was mich letztes Jahr im März beschäftigt hat, oder was ich im November 2005 gelernt habe, dann stelle ich fest, dass mein Erinnerungsvermögen überfordert ist.

Selbst, wenn ich mich – schlagwortartig – erinnere, fehlen mir die Detailinformationen. Und die Suche beginnt.

Ich glaube, es ist leicht, die Situation zu ändern. Es ist leicht, mir wesentlich mehr zu merken, ohne großen Aufwand zu betreiben, wenn ich mir vergegenwärtige, wie ich mit Informationen, dem Materialmix, dem Spezialwissen und den Brüchen umgehe.

A) Informationen: Natürlich weiß ich, dass es leicht ist, sich Informationen zu merken, wenn ich sie nur oft genug wiederhole.

Im Alltag bin ich einem stetigen Informationsfluss ausgesetzt. Teilweise ist es meine eigene Schuld, wenn ich von einer Information zu nächsten springe, teilweise liegt es daran, dass meine Umgebung versucht meine Aufmerksamkeit zu erhalten. Es liegt bei mir zu entscheiden, welche Information “Nachrichtencharakter” hat (also für mich morgen wahrscheinlich schon nicht mehr interessant ist) und welche Information es verdient, erinnert zu werden.

Jetzt brauche ich nur noch ein Werkzeug, dass mir hilft mit wenig Aufwand interessante Informationen – mit der geringstmöglichen Anzahl von Wiederholungen – ins Langzeitgedächtnis zu bekommen.

B) Materialmix: Die Informationen, die ich aufnehme, werden entweder von jemandem vorgetragen, werden an die Tafel oder das Flipchart geschrieben, ich erhalte eine Fotokopie, eine CD, ein Bild, ein Buch, eine Textdatei, eine Sprachdatei, ein Video, eine Bildschirmpräsentation, einen Link etc. Mit anderen Worten: die Information kommt auf den unterschiedlichsten Formaten daher. Und die Form, die ich wähle, um die Information festzuhalten, erweitert das Sammelsurium an Materialien noch einmal (Notizbuch, Notebook, Karteikarten, Ordner etc.)

So einen “Materialmix” kann man für gut oder schlecht halten (ich bin da geteilter Meinung) – auf jeden Fall gibt es ein Problem: Wenn ich eine Information in dem Materialmix suche und finden möchte, dann kann ich nicht einfach ein Suchwort eingeben. Ich müsste meinen Computer durchsuchen, meine Schubladen, meine Bibliothek, die schriftlichen Notizen, meine Aktenordner etc. bis ich vielleicht die eine oder andere Information hoffentlich wiederfinde (Natürlich müsste ich auch an den Orten sein, wo die Informationen liegen – zu hause, in der Uni, bei meiner Freundin).

Also, hier wäre ein Werkzeug nicht schlecht, wo ich die wichtigen Informationen aus unterschiedlichen Quellen in einer “durchsuchbaren” Oberfläche sammle.

Damit hätte ich auch gleich eine gute Grundlage fürs Wiederholen (siehe A).

C) Spezialwissen: Nach dem Ende der Grundschule übernehmen die Fachlehrer die Ausbildung in der Schule, die Dozenten und Professoren in der Uni, die Spezialisten in den einzelnen Berufen. Die Informationen, die ich recherchiere, sind in der Regel auch von Spezialisten geschrieben.

Ist es einerseits wunderbar, dass ich von Fachleuten Fachinformationen erhalte, um wirklich in die Tiefe des Wissensgebietes vorzudringen, ist es andererseits nun an mir, die Zusammenhänge zwischen den Wissensgebieten wieder herzustellen. Wenn mir das gelingt – begleitet von vielen AHA-Effekten – dann finde ich öfters eine Antwort auf die bohrende Frage: Warum ist etwas da? Warum hat sie damals das entdeckt? Wieso wurde zur Zeit Darwins so gemalt, musiziert, gebaut? Dieses Verständnis, das ich durch das Kontextualisieren von isolierten Fachinformationen bilden kann, unterstützt ebenfalls meine Fähigkeit, mir Informationen zu merken.

Auch hier wäre ein Werkzeug nicht schlecht, was mich bei der Kontextualisierung unterstützt.

D) Brüche: Als ich mit der Schule fertig war, habe ich alles in einen großen Karton gepackt, verschnürt und in den Keller gebracht. Ich war sehr froh, dass ich die Schule hinter mir hatte und wollte “nichts mehr davon wissen”.

So war es auch mit dem Studium. So war es auch mit meiner Weiterbildung.

Das meine ich, wenn ich von Brüchen spreche. In den ganzen Jahren meiner verschiedenen Ausbildungen, war ich immer wieder mit Begeisterung dabei, Interessantes zu lernen. Natürlich auch für die Prüfungen. Und – wo ist es jetzt? Wenn mich jetzt jemand fragt, was ich über Böll, Goethe, Schumann, Napoleon, Thermodynamik etc. weiß, dann – ist es nicht mehr da.

Hätte ich doch nur von Anfang an, also von der Schule über die Uni … ein vernünftiges durchgängiges System genutzt, dann hätte ich heute eine persönliche Enzyklopädie vor mir. Und da sie aus meinen gesammelten Lernerfahrungen und Aufzeichnungen bestehen würde, wäre ich glücklich, darauf zugreifen zu können und sie nach Wunsch auch mit anderen teilen zu können.

Fazit: Mit LERNWEG habe ich so ein Werkzeug schließlich gebaut. Ich hoffe, es kann Dich auch unterstützen.

Projektarbeit konkret – Teil 1 von 2…

Samstag, 15. Mai 2010

Egal ob Du die Leitung des Projektes hast, oder “nur” Projektteilnehmer bist: Du kannst erst mal beginnen, in dem Du in Deinen LERNWEG für Dein Projekt ein Wissensgebiet einrichtest.

Das Thema

Ich gehe mal davon aus, dass Du das Thema bereits gefunden hast und Dich jetzt für die Umsetzung interessierst.

Die Zielsetzung

Es ist nützlich, das Ziel des Projektes möglichst genau zu beschreiben. Nur wenn ich weiß, wo und was genau das Ziel ist, kann ich später prüfen, ob ich das Ziel erreicht habe. Nimm Dir also die Zeit, einen Eintrag zur Zielsetzung – und zu Deiner Rolle bei der Zielerreichung, zu schreiben.

Die Projektleitung

Wenn Du die Projektleitung übernimmst, dann kannst Du für jeden Projektteilnehmer einen Eintrag vom Typ PERSON machen. Dort kannst Du die Rolle des Projektteilnehmers beschreiben und die Dokumente ablegen, die Du vom Projektteilnehmer erhältst.

Seinen Beitrag kannst Du anschließend im Projektlernweg an der richtigen Stelle und in der richtigen Form eingeben.

Wenn die Projektbeiträge einen Zeitbezug – im historischen Sinne – haben, dann lassen sie sich später im Zeitstrahl darstellen.

Wenn der Projektteilnehmer selber LERNWEG nutzt, kann er Dir seinen Beitrag jederzeit zum Importieren zur Verfügung stellen.

So sammelst Du während der Projektlaufzeit alle Beiträge ein und sorgst dafür, das sie an der richtigen Stelle in der richtigen Form erscheinen.

Vielleicht habt ihr entschieden, dass alle Projektteilnehmer den Stand der Projektarbeit live verfolgen können. Dann sorgst Du als Projektleiter dafür, eine Folie in LERNWEG anzulegen und alle Beiträge des Projektes dort für den Gastzugang freizugeben. Nun kann jeder Projektteilnehmer sich – egal ob LERNWEG Nutzer oder nicht – auf www.lernweg.de als Gast mit Gastpasswort einloggen und sich alles ansehen.

Vielleicht habt ihr auch entschieden, eure Beiträge immer auch in einem Blog zu veröffentlichen. Dann kannst Du dies, immer wenn Du einen Beitrag eines Teilnehmers in LERNWEG aufgenommen hast, bequem erledigen, in dem Du auf den Button -> im Blog veröffentlichen klickst.

Die Projektteilnehmer

Projektteilnehmer können in ihrer gewohnten Form arbeiten und die Beiträge an die Projektleitung senden, oder selbst in LERNWEG die Beiträge erstellen. Die Arbeit mit bzw. das Kennenlernen von LERNWEG ist für die Teilnehmer, denen Projektarbeit noch neu ist, gleichzeitig eine praktische Einführung. Die Aufgaben und die Tätigkeiten der Projektleitung sind transparent und leicht nachvollziehbar und vermitteln schnell das Gefühl: Das kann ich auch!

Die Kommunikation unter den Teilnehmern

Der positiven Kommunikation unter euch kommt in einem Projekt immer eine Schlüsselrolle zu. Es ist in der Regel die Projektleitung, die dafür sorgt, dass evtl. notwendige Vereinbarungen über die Zusammenarbeit von Projektteilnehmern getroffen werden.

Die Verwendung unterschiedlicher Programme kann unerwünschte Nachwirkungen haben: Andere Teilnehmer können Dateien nicht öffnen, weil sie das Programm nicht haben, installieren können oder das “falsche” Betriebssystem haben. Gut, diese Fragen im Vorfeld zu klären und sich zu einigen.

LERNWEG selber ermöglicht den Teilnehmern ein unabhängiges Arbeiten, da die Beiträge durch die Projektleitung in den Projektlernweg integriert werden. Es ist nicht nötig an einem Ort oder im gleichen Land zu arbeiten.

Der Terminplan

In LERNWEG könnt ihr die Meilensteine, also die wichtigen Zeitabschnitte im Projekt als Einträge mit Datumsangabe anlegen und anschließend den Zeitplan im Zeitstrahl ansehen. Der zweite Zeitstrahl, also der Zeitstrahl nach Bearbeitungsdatum, gibt euch im Nachhinein noch Aufschluss, wann und von wem welcher Schritt erledigt wurde.

Die Aufgabenverteilung

Die Aufgaben sollten klar und eindeutig beschreiben sein. Für sie gilt das gleiche wie für Ziele. Nur wenn Du genau weißt, was Du machen sollst, weißt Du schließlich, ob Du das Ziel erreicht hast.

Der Einsatz von Tools

Es gibt viele Programme um Texte zu schreiben, Abbildungen zu erzeugen, Tabellen, Mindmaps, Aufnahmen zu machen etc. Leider kommt es hier immer wieder zu Kommunikationsschwierigkeiten (s.o.). Wenn Du LERNWEG nutzt, kannst Du Dateien hochladen und so den Einträgen zuordnen.

Die Fortsetzung findest Du hier

Generationsübergreifend kommunizieren

Montag, 10. Mai 2010

Die demographische Situation in den europäischen Ländern zeigt, dass ältere Menschen einen immer größeren Anteil der Bevölkerung stellen. Daher ist es wichtig älteren Menschen die Kommunikationsmittel zur Verfügung zu stellen, die sie brauchen um aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

LERNWEG wurde als generationsübergreifendes Programm entwickelt. Es ist ein persönliches Informations-, Kommunikations-, Lern- und Wissensmanagementsystem auch für aktive 80 oder 90jährige.

generationsübergreifend lernen und kommunizieren, Personal Learning Environment, persönliche Lernplattform

Und was hat das mit mir als Student zu tun? Was hat das mit mir zu tun, als jemand der sein Lernen eigenverantwortlich organisiert?

Wir befinden uns derzeit in einer spannenden Umbruchphase, wo die Kommunikationswege gelegt werden, die einen Dialog / oder eine Zusammenarbeit zwischen 15, 30, 50, 70 und 90jährigen ermöglichen. Die Altersstufen repräsentieren einen unterschiedlichen Erfahrungsschatz, unterschiedliche Sichtweisen, unterschiedliche Methoden und Strategien um Fragen und Probleme zu lösen.

Meines Erachtens nach heißt es jetzt – als Lernender – ganz aktiv selbst die anderen Generationen als Ressource in meine Lernsituation mit einzubeziehen. Und anderes herum, den anderen Generationen auch als Ressource zur Verfügung zu stehen.

Du kannst sofort mit der Umsetzung beginnen, indem Du Arbeitsmittel einsetzt, die auch für die anderen Generationen zugänglich und bedienbar sind. LERNWEG stellt Dir ein System zur Verfügung, dass in mehreren Sinne “barrierefrei” ist (siehe Barrierefreiheit ist spürbar).

Ein Lerntagebuch mit LERNWEG?

Freitag, 7. Mai 2010

In LERNWEG findest Du unter dem Menüpunkt: “Zeitstrahl nach Bearbeitungsdatum” eine chronologische Auflistung Deiner Tätigkeiten.

Du kannst einen Filter setzen und so auch selektiv Deine Tätigkeiten in einem bestimmten Bereich anzeigen lassen. So siehst Du auf einen Blick, wann und wie oft Du Dich z.B. mit einem Projekt beschäftigt hast.

So kannst Du es auch als Lernprotokoll nutzen.

Wenn Du einen Praktikumsbericht schreiben musst oder willst, dann ist es die beste Methode, Deine Einträge direkt mit Zeitangabe zu speichern, damit sie auch im normalen Zeitstrahl chronologisch angezeigt werden. Der große Vorteil dieser Arbeitsweise – insbesondere für einen Praktikumsbericht – ist der, jederzeit einen sehr übersichtlichen Zugriff auf Deine Tätigkeiten zu haben. Mit der eingebauten Suchfunktion findest Du auch per Suchwort alle Aktivitäten die Du im Praktikum gemacht hast.

Wenn Du LERNWEG nutzt, dann brauchst Du Dich nicht bewusst – jetzt – für den Einsatz eines Lerntagebuchs entscheiden, weil LERNWEG sowieso schon automatisch dafür sorgt, dass Du ein Lerntagebuch hast. Das sage ich auch auf folgendem Hintergrund: Als Student entsteht bereits nach kurzer Zeit ein imposante Darstellung Deiner Lernaktivitäten. Wenn man gerade in der Ausbildung ist, nimmt man es nicht so wahr, aber wenn Du Dich nach ein paar Monaten (oder Jahren) hinsetzt und Dir ansiehst, was Du alles gemacht hast, dann wirst Du beeindruckt sein. Und es ist befriedigend, es ist einfach EIN Feedback!

Viele diskutieren auch über die Vor- und Nachteile eines Blogs, um diesen als Lerntagebuch einzusetzen. Ein Blog ist eine ganz eigene Präsentationsform, die vor allem eine andere Öffentlichkeit herstellt, deswegen bestimmt für manche eine gute Wahl.

Angenommen Du möchtest (D)einen Blog nutzen, kannst Du die Inhalte, die Du in LERNWEG schreibst und erarbeitest jeweils nach dem Speichern durch einen Klick in Deinem Webblog veröffentlichen. In LERNWEG kannst Du diese Verbindung automatisch einrichten.

Ist LERNWEG ein Personal Learning Environment?

Mittwoch, 5. Mai 2010

Die Antwort zunächst ganz kurz: Ja.

Wenn man die Kriterien – die Wikipedia unter dem Begriff Personal Learning Environment (PLE) http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Learning_Environment auflistet – heranzieht, dann ermöglicht eine PLE (nach Graham Attwell et al.) vor allem:

  1. Informationssuche
  2. Sammeln und Strukturieren
  3. Bearbeiten
  4. Analyse
  5. Reflexion
  6. Präsentieren
  7. Repräsentieren
  8. Teilen
  9. Networking

zu 1: LERNWEG als Online-Anwendung ermöglicht Dir den Zugriff auf die Informationen, die Du selbst bisher eingegeben hast oder die Du importiert hast. Es ermöglicht Dir die Suche in Deinem eigenen Wissen. Darüber hinaus gleicht LERNWEG die Informationen der Lerninhalte mit den zur Verfügung stehenden Veranstaltungsinformationen ab und mit den im System vorhandenen Einträgen über Dissertationen. Die Speicherung von Daten mit Quelle sieht vor, dass Dir der Zugang zu Hintergrundinformationen stets präsent bleibt.

zu 2: Du kannst selbst Wissensgebiete anlegen und bearbeiten. Und Du kannst multimediale Inhalte aus verschiedensten Quellen speichern, kommentieren, verlinken und mit Lernfragen versehen (als Text, Bild, Ton und Dokument). Sammeln und Strukturieren ist ein Wesensmerkmal von LERNWEG.

zu 3: Jeder Eintrag, den Du in LERNWEG anlegst und / oder speicherst kannst Du mit Deiner eigenen Interpretation kommentieren. Und Du kannst alle Informationen frei ändern. Jederzeit.

zu 4: Normalerweise sind alle Einträge nur für Dich sichtbar. Aber Du hast die Möglichkeit bestimmte Informationen in Deinem LERNWEG öffentlich sichtbar zu machen, indem Du einen Gastzugang ermöglichst (oder diese Infos einem Anderen zum Importieren bereitzustellen). Du kannst die Infos auch per automatischer PDF-Erstellungsfunktion als PDF speichern und versenden. Und Du kannst bestimmte Infos auch per Klick in Deinem Blog veröffentlichen. So kannst Du gemeinsam mit Anderen über die bereitgestellten Infos diskutieren.

zu 5: Die Möglichkeit der Reflexion unterstützt LERNWEG durch das Extrafeld “Interpretation” in jedem Eintrag. Daneben fördern die bereits unter Punkt 4 genannten Veröffentlichungsmöglichkeiten die gemeinsame Reflexion, das Feedback von Anderen.

zu 6: In den beiden vorangegangenen Punkten habe ich ja schon die vielfältigen Präsentationsmöglichkeiten aufgezählt. Hier könnte ich noch auf den Zeitstrahl hinweisen, der die Informationen – sofern diese über ein Datum verfügen – automatisch im zeitlichen bzw. historischen Kontext sortiert anzeigt.

zu 7: Repräsentieren. LERNWEG bietet neben den vorangegangenen Möglichkeiten auch die, einen eigenen LERNWEG zu einem Thema zu veröffentlichen. So, wie andere ein Buch veröffentlichen, kannst Du einen LERNWEG veröffentlichen. Das ist gerade auch für Projektgruppen interessant. Ganz wichtig finde ich zu betonen, dass es beim Thema Präsentieren wichtig ist, ein Format zu haben, dass alle lesen können. Darauf wurde bei LERNWEG geachtet. Mit LERNWEG können PC- und MAC-User arbeiten. Und LERNWEG wurde auf Barrierefreiheit hin programmiert.

zu 8: LERNWEG ermöglicht durch die Export- und Importfunktion, den Gastzugang und die verschiedenen Veröffentlichungsformen das Teilen von Informationen und den gemeinsamen Zugriff.

zu 9: Networking ist durch die Veröffentlichungsformate von LERNWEG möglich (insbesondere der Blog und der Gastzugang sind zu erwähnen). Dabei wurde darauf geachtet, dass Du Deine Privatsphäre jederzeit schützen kannst und Du ebenso die Ruhe zum Arbeiten findest.

Aber es geht weiter:

Punkt 10: LERNWEG unterstützt das Lernen von Informationen durch die eingebaute Lernkartei. Das heißt, ich entscheide, ob ich etwas durch Wiederholen lernen möchte. Dabei unterstützt Dich die im Programm eingebaute Systematik (geringstmögliche Anzahl von Wiederholungen, um sich eine Information im Langzeitgedächtnis zu speichern)

Punkt 11: Die automatische Kontextualisierung im Zeitstrahl hilft Dir “isoliertes” Spezialwissen wieder im Kontext der Vergangenheit oder Gegenwart wissensgebietübergreifend einzuordnen.

Punkt 12: Die Mehrsprachigkeit ermöglicht Dir das Wahrnehmen, Aufnehmen, Verarbeiten und Weitergeben von Infos in verschiedenen Sprachen. Und damit unterstützt LERNWEG als Personal Learning Environment Dein Studium im Ausland und die Zusammenarbeit mit Menschen, die eine andere Sprache sprechen.

Punkt 13: Der generationsübergreifende Ansatz von LERNWEG sorgt dafür, dass Kinder, Jugendliche, Studenten, Lehrer, Professoren, Eltern, Arbeitnehmer und Senioren gleichermaßen damit arbeiten können und sich leicht zurecht finden, weil die Bedienung einfach ist. So ist es leicht möglich, den eigenen Kindern und den eigenen Eltern Informationen leicht zugänglich zu machen.

Punkt 14: Die automatische Anzeige von Veranstaltungen, die zu den eigenen Lerninhalten passen unterstützt Dich, auf dem Laufenden – und in der Realität zu bleiben.

Also – alles in Allem: LERNWEG ist ein Personal Learning Environment und bringt einige nützliche Hilfsmittel mit um lebenslanges Lernen zu vereinfachen.