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Lebenslanges Lernen, PLE, Frankreich und Deutschland?

Mittwoch, 21. September 2011

Wir suchten die französische Übersetzung für „Lebenslanges Lernen“ bzw. „Lifelong Learning“, weil wir recherchieren wollten, welche Initiativen die Franzosen auf diesem Gebiet durchführen.
Anscheinend existiert dieser Begriff bzw. diese Idee in Frankreich nicht.

Etwas besser ist die Lage bei der “Persönlichen Lernumgebung” bzw. dem “Personal Learning Environment”. Der Begriff wurde übersetzt mit „L’Environnement d’Apprentissage Personnel“. Hier scheint die Diskussion noch sehr in den Kinderschuhen zu stecken.

Die Auseinandersetzung mit diesen beiden Themen – Lebenslanges Lernen und Persönliche Lernumgebung – sollte mit der Frage beginnen, wer die Verantwortung für die Realisierung der beiden Konzepte übernimmt. Für den Lernenden läuft es letztlich auf die Frage hinaus: Ist meine Rolle dabei passiv oder aktiv?

Wenn ich mich als Lernende/r in der passiven Rolle sehe, dann denke ich, dass der Staat und die Institutionen mich versorgen müssen. Also versorgen mit Weiterbildungsangeboten, Programmen, Projekten, Lernumgebungen und natürlich: Lehrern, Dozenten und Professoren (und später den richtigen Jobs). Ich lasse mich füttern ;-) und gebe die Verantwortung ab „nach oben“.

Wenn ich mich in der aktiven Rolle sehe, dann überlege ich mir, wie ich meine Bildung organisieren kann. Dann tauchen die Fragen auf: Wie lerne ich am besten? Wie organisiere ich mein Wissen so, dass ich es stets verfügbar habe? Was kann ich tun, damit ich meine Anstrengungen, Kompetenzen und Wissen so dokumentiere, dass es mir bei meiner Karriere hilft? Wie überwinde ich institutionelle, fachliche, geographische, sprachliche Barrieren? Wie erstelle ich mir ein internationales e-Portfolio, dass kontinuierlich meine Aktivitäten abbildet?

Von den Franzosen wird gesagt, dass sie sich in Bildungsfragen den Autoritäten einfach unterordnen. D.h. der Lehrer hat immer recht, der Dozent hat immer recht und der Professor auch.
Anscheinend wird diese Rollenaufteilung zwischen Lernenden und Lehrenden nur wenig hinterfragt. (Sollte ich hier fälschlicherweise ein Vorurteil äußern, bitte ich den oder die Leser/in, mir dies mitzuteilen).

So eine Sicht ist für die „kritischen“ Deutschen, wie sie sich selbstbewusst bezeichnen, undenkbar. „Der Lehrer hat immer Recht?“ – Das wird eher automatisch als Witz verstanden. Meines Erachtens ist die kritische Haltung der Deutschen eine Folge der Erziehung nach dem Kriege. Das Ziel in der (auch politischen) Bildung des Bürgers: Kritikfähigkeit – Hinterfrage Autoritäten – Bilde Dir Deine eigene Meinung – und für das Training ist die Schule, die Ausbildung und Universität ein idealer Ort.

Beide Positionen des Lernenden, ob „folgsam“ oder „kritisch“, stellen den Rahmen, in dem die Bildung stattfindet nicht in Frage. Sie gehen beide davon aus, dass die Verantwortung für den eigenen Bildungserfolg bei den Institutionen und den Lehrenden liegt. Damit bleibt die Rolle des Lernenden letztlich immer noch passiv.

Ich denke, der Weg der französischen und der deutschen Lernenden (gleich welchen Alters), hin zu einer persönlich aktiven Rolle hinsichtlich der Organisation des Lebenslangen Lernens und einer funktionsfähigen Persönlichen Lernumgebung ist gleich weit.

An die Arbeit ;-)

Lernen mit der integrierten Lernkartei

Montag, 10. Mai 2010

Wiederholung ist ein bewährte Methode beim Lernen. Das Gehirn merkt sich leicht wiederholt aufmerksam wahrgenomme Informationen. Es ist daher selbstverständlich, dass Du Dir als Student – wo Lernen Dein Alltag ist – die Frage stellst, wie Du die Wiederholung von wichtigen Informationen, wichtigen Lerninhalten effizient gestalten kannst.

Effizient heißt dabei: Es macht wenig Sinn, Lerninhalte jeden Tag zu wiederholen (es geht ja auch gar nicht).

Die Lernpsychologen behaupten, es sei möglich, interessiert wahrgenommene Informationen mit nur 5 Wiederholungen im Langzeitgedächtnis zu speichern. Nach der ersten Wahrnehmung – dem ersten Einprägen – folgt:

  • die Wiederholung am nächsten Tag
  • eine Woche später
  • einen Monat später
  • ein halbes Jahr später
  • und schließlich ein Jahr später

Im erfolgreichen Falle, also wenn Du Dich an die Information immer wieder erinnern konntest, hättest Du also mit der geringst möglichen Anzahl von 5 Wiederholungen sehr effektiv gelernt.

Wenn Du bei diesen Wiederholungen einmal die Antwort nicht mehr erinnerst, fängst Du wieder von vorne an. Vorteil: Du bleibst trotzdem bei der für die geringst möglichen Anzahl von Wiederholungen.

In der Vergangenheit wurden für diese Art des Lernens oft Karteikarten eingesetzt. Und deshalb ist das Ganze auch unter dem Begriff “Lernkartei” bekannt geworden.

Nun sind wir im Zeitalter des Computers und des Internets und der persönlichen Lernumgebung angekommen.

Das bietet darüber hinaus ein paar wichtige Optimierungsmöglichkeiten für diese Methode. Denn: zusammengerechnet würde es ja pro Lerninhalt 1,5 Jahre dauern, bis ich ihn im Langzeitgedächtnis gespeichert habe. Das ist für die nächste Prüfung in 3 Monaten zu spät!

LERNWEG stellt Dir die Intervalle der Lernkartei automatisch bei jedem Lerninhalt, den Du eingibst oder importierst zur Verfügung – und die Möglichkeit den gesamten Zeitraum zu verkürzen, indem Du ein “Lernziel-Datum” eingibst. Dann präsentiert Dir LERNWEG die Fragen 5 mal innerhalb des zur Verfügung stehenden Zeitraumes – und verkürzt die Intervalle proportional.

Da Du mit LERNWEG fächerübergreifend lernst, ist diese Methode darüber hinaus sehr abwechslungsreich – und es ist natürlich ein sehr gutes Gedächtnistraining.